Author: admin
• Monday, December 14th, 2009

Ich beziehe mich sowohl auf den Aufsatz
“Kunst und die Aufmerksamkeitsökonomie im wirklichen Raum und im
Cyberspace”
als auch
“Kunst im Netz ist eine Kunst des Jetzt”
Ich würde die Freiheitsstatue von New York auch nicht besteigen
(ich habe von niemandem verlangt oder beantragt, in New York eine
Freiheitsstatue aufzustellen).
Es ist immer noch eine Frage der eigenen Entscheidung dies zu tun und
hier hat jeder Mensch andere Motive, sowohl in der Zeit als auch im
Raum.
Indem der Autor die “Masse Mensch” nach seinen Wunschvorstellungen die
Freiheitsstatue n i c h t besteigen lässt, verrät er damit
auch seine eigene soziale Haltung zu der “zweieinhalbfachen Dimension”,
dem Menschen gleich neben ihm: dieser macht das, was er ihm
anwünscht und unterstellt.
Zur These
“Der Zweck der Kunst ist die Herstellung von Aufmerksamkeit”.
Das ist nicht der Zweck der Kunst sondern nur eine der vielen
visuell wahrnehmbaren Notwendigkeiten, von der sich ohnehin niemand
befreien kann, der sehen kann.
Kunst ist Werbung.
Werbung aber will Aufmerksamkeit nicht für die Werbung erlangen,
sondern für das Produkt. Kunst arbeitet daher mit den gleichen
verhaltenspsychologischen Mitteln wie die Werbung für das
Objekt(Auto, Waschmittel, etc.)
Nur: Kunst ist Werbung für das Subjekt, den Menschen selber.
Vor dem Kunstwerk definieren wir uns selbst oder lassen es gelegentlich
zu.

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